Ministerium gibt Flächen zur Futtergewinnung frei

Um ihre Tiere mit ausreichend Futter versorgen zu können, dürfen Landwirte nun auch Flächen nutzen, die eigentlich nicht dafür bestimmt sind. Thüringer Bauern hätten wegen der extremen Trockenheit der letzten beiden Jahre keine Futtervorräte anlegen können, hieß es vom Landwirtschaftsministerium am Dienstag. Sie sollen nun auf Antrag wie im vergangenen Jahr auf sogenannte ökologische Vorrangflächen zurückgreifen können. So dürfen sie dort etwa Gras ernten, um es als Heu oder Silage an ihre Tiere zu verfüttern. Zudem können sie in bestimmten Zeiträumen Tiere auf diesen Brachen weiden lassen.


Agrarbetriebe müssen grundsätzlich einen gewissen Anteil ihrer Ackerflächen als ökologische Vorrangflächen bereitstellen. Diese sollen etwa zum Erhalt von Hecken oder als Pufferstreifen zu Gewässern dienen. Unter bestimmten Bedingungen können die Flächen aber weiterhin landwirtschaftlich genutzt werden.

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